Nachhaltigkeit? Dumme Ideologie oder einzige Chance? #771

Nachhaltigkeit? Dumme Ideologie oder einzige Chance? #771

Nachhaltigkeit? Dumme Ideologie oder einzige Chance?

Nachhaltigkeit? Dumme Ideologie oder einzige Chance? #771 https://tomstalktime.com/

 

Heute habe ich hin und her überlegt, wie ich die heutige Episode nennen soll. Mein erster Gedanke war der Titel „Leergefischt! Einfach nur dumme Menschen!“ Aber ich war mir nicht sicher, ob ich den echten dummen Menschen damit nicht Unrecht tue.

 

Aber warum geht´s?

Um das Thema Nachhaltigkeit. Also zumindest im weitesten Sinne. Nicht nur auf die Umwelt bezogen, sondern auch auf unsere eigenen Finanzen.

 

Wie ich das meine? Ok, ich muss dafür kurz 1-2 Minuten ausholen, bevor ich auf den Punkt kommen kann.

 

Dort wo wir in Dubai leben, gibt es einen kleinen See, der unterirdisch vom Meerwasser gespeist wird und damit auch Ebbe und Flut unterliegt. Dieser ist wirklich winzig. Bei Flut ist er ca. 12m breit und ca. 40m lang. Bei Ebbe vielleicht 5m breit und 15m lang. Also eigentlich mehr ein Tümpel, als ein See. Und dieser kleine See ist wie ein kleiner Mikrokosmos vom Meer. Es gibt dort sehr viele verschiedene Arten von Fischen und er eignet sich super, wenn man seinen Besuchern mal die Unterwasserwelt von Dubai zeigen möchte, obwohl diese sich im großen Ozean unwohl fühlen würden. Denn dieser kleine See ist voll mit Fischen, die es auch im Meer gibt… naja, zumindest war er es…

 

Kurze Rückblende.

Wie Du vielleicht weist, verzichten meine Frau ich seit fast 10 Jahren auf tierische Produkte aus dem Handel. Ich benutze bewusst nicht die Wörter Vegetarier oder Veganer. Denn dazu zählen wir uns nicht. Wir sehen uns eher als „Huntarier“. Wir essen nur die Tiere, welche wir in freier Wildbahn aufspüren, jagen, töten und selber zubereiten. Hierbei legen wir auch eine möglichst komplette Verwertung wert. So nutzen wir z.B. auch die Gräten, Flossen und den Kopf eines Fisches, um Fischbrühe daraus herzustellen. Hat natürlich nur indirekt was mit Nachhaltigkeit zu tun.

 

Beim Jagen ist mir wichtig, dass ich das Tier in freier Wildbahn im „Alltag“ erspähe, eine selektive (Nachhaltigkeit lässt grüßen) Entscheidung treffe – also z.B. will ich genau diesen speziellen Fisch, der dort gerade vor mir schwimmt, jetzt essen? Wenn ja, dann versuche ich, um in diesem Beispiel zu bleiben, den Fisch mit meiner Harpune so gut wie möglich zu treffen und ihn schnellstmöglich zu töten. In der Regel dauert es vom Schuss bis zum finalen Tod des Fisches nur wenige Sekunden. Man kann sagen, bevor der Fisch überhaupt realisiert hat, was gerade passiert ist, ist er von seinem Leiden erlöst.

 

Neben dem schnellen und waidgerechten Töten ist mir auch wichtig, dass ich dem Tier eine Chance gebe. So jage ich Fische, wo es nur irgendwie möglich ist, grundsätzlich mit einer Harpune und nutze auch keine Tauchflasche, sondern halte die Luft beim Jagen an. Denn nur dann hat der Fisch eine Chance. Ich begebe mich in eine für mich tödliche Umgebung, in welcher ich wesentlich langsamer und schwerfälliger bin als der Fisch. Wenn er aber den Fehler macht, dass seine Neugierde ihn zu nah zu mir treibt, ist das ein neuer Beweis für Darwins Theorie. Denn das machen noch lange nicht alle Fische 😉

 

Ok, warum erzähle ich Dir das?

Mir geht es nicht darum, dass ich von jedem erwarte, so zu leben. Mir ist bewusst, dass viele Menschen, aus den unterschiedlichsten Gründen, gar nicht die Möglichkeit hätten, so zu leben, selbst wenn sie es wollten.

ABER, wenn jeder Mensch, der Tiere und deren Produkte isst, sich zumindest in Gedanken so ein Szenario vorstellt und sich selber ganz ehrlich fragt: „Wenn dieses Reh, Schwein, Rind, … vor mir stehen würde, könnte ich es mit meinen eigenen Händen töten, ausnehmen, zubereiten und anschließend essen?“ Ein Großteil der Menschen, denen ich mal diese Frage gestellt habe, hat diese mit Nein beantwortet.

Mir persönlich geht es bei einigen Tieren auch so. Ich würde es nicht übers Herz bringen ein Schwein und auch kein Rindvieh zu töten (und habe es bis heute auch nicht getan). Ergo: ich esse diese Tiere nicht. Wenn ich mal Appetit auf dieses Fleisch bekomme, stelle ich mir einfach vor wie es wäre, dieses Tier zu töten, und der Appetit schwindet.

Und ich glaube, wenn mehrere Menschen so handeln würden, würde es wesentlich weniger Fleischkonsum und damit auch weniger Massentierhaltung, egal ob auf dem Land oder in Unterwasserfarmen. Und somit wäre es auch leichter, im Sinne der Nachhaltigkeit zu wirtschaften.

 

Zurück zu unserem kleinen See mit den vielen Fischen.

Vor kurzem hatte ich ein richtig krasses Erlebnis. Ich war am Meer mit der Harpune und habe uns einen Fisch zum Abendessen geschossen. Als ich ins Meer ging, ist mir eine Gruppen von ca. 7-10 Menschen aufgefallen, die in und um diesen kleinen See saßen. Ich hatte mir nichts dabei gedacht.

 

Als ich nach ca. 2 Stunden wieder aus dem Meer zurück kam, wuselten die Männer dort immer noch herum. Neugierig wie ich bin, ich kurz hin und hallo gesagt. Als ich neben dem See stand, traute ich meinen Augen nicht. Die Männer haben in dem flachen Wasser bei Ebbe eine Menschenkette gebildet, ein großes Fischernetz gehabt und den See leergefischt. Da ich diesen See schon lange kenne, kenne ich auch in etwa die Fischpolulation.

Und der See war leer! Ich konnte keinen Fisch mehr sehen! Und das hat mich Nachhaltigkeit absolut nichts zu tun!

Ich dachte ich seh nicht richtig. Als ich die Männer drauf ansprach, ob die sich bewusst sind, dass wenn sie den ganzen See leerfischen, dass sich die Population nicht mehr erholen kann und die Fische dann vermutlich auf etliche Jahre dort verschwunden sind, schauten sich diesen untereinander unverständlich an. Schauten dann zu mir und einer lächelte und meinte, dass wäre doch nicht schlimm, denn dann würden die zu einem anderen See gehen und die Fische dort holen.

 

Da blieb mir echt die Sprache weg. Und nein, um das Vorweg zu nehmen, es handelte sich weder um Europäische Zuwanderer, noch um Einheimische Araber. Um hier nicht der Gefahr des Verallgemeinern auf den Leim zu gehen, möchte ich keine Nationalitäten nennen, aber dem Aussehen, der Sprache und der Kleidung nach zu urteilen, handelte es sich um eine Gruppe aus 2 verschiedenen Drittweltländern, die in Dubai eine feste Arbeit hatten.

Und da ich die Firmenbezeichnung auf den Arbeitsjacken sah, kann ich darauf zurück schließen, dass es sich um relativ gut bezahlte Jobs handelte. Es ging bei denen also sicher nicht ums nackte Überleben, sondern um eine unbedachte, normale Handlung, deren Tragweite sie sich nicht bewusst sind. Nachhaltigkeit geht anders.

 

Was hat das ganze mit Nachhaltigkeit zu tun? Und vor allen Dingen, was mit Deinem eigenen finanziellen Erfolg?

 

Mir ist es unverständlich, wie Menschen so dumm sein können, und den Ast absägen, auf dem sie sitzen? Oder in anderen Worten, wie man einen See ganz leerfischen kann, ohne der Natur die Chance auf Reproduktion zu geben. Eben Nachhaltigkeit.

Durch unsere vielen Reisen durch die ganze Welt haben wir das immer wieder festgestellt. Umweltverschmutzung ist ein kulturelles Problem. Die Milliarden an Steuergeldern, die wir in Europa in Umweltschutz stecken, wären vermutlich besser in sinnvollen Projekten in Drittweltländern investiert. Sowas wie Aufklärung der Bevölkerung, Belohnungssystem bei Fachgerechter Müllentsorgung, Bau von Müllverbrennungsanlagen, Müll-Auffanganlagen um den Einfluss in die Weltmeere zu verhindern, etc.

DAS wäre meines Erachtens wesentlich sinnvoller und würde dazu noch jede Menge Arbeitsplätze in diesen Ländern schaffen, was wiederum die Armut etwas mindern könnte und dieses wiederum ein größeres Verständnis für Umweltschutz mit sich bringt. Ausnahmsweise mal eine Positivspirale.

 

Jetzt habe ich viel geredet, bin aber noch immer nicht zu deinem finanziellen Erfolg gekommen.

Aber vielleicht hast Du es selber schon zwischen den Zeilen rausgehört. Fische Deinen finanziellen See niemals leer! Wenn Du Deine Finanzen aufbaust, sorge immer dafür, dass das, was Dir Geld bringt, nicht vernichtet wird. Wenn Du also Geld auf der Seite hast, überlege nicht nur, wie Du mehr auf die Seite legen kannst. Sondern überlege, wie DAS, was Du auf der Seite hast, sich selber reproduzieren kann!

Also wie kannst Du das Geld für sich arbeiten lassen. Sprich: Häufe das Geld nicht nur an, sondern investiere dieses. Ob Du das klassisch in Fonds machst, direkt in Aktien, Immobilien, Kryptos oder in eher außergewöhnliche Dinge wie teure Luxus-Uhren (und ja, Luxus-Uhren können wirklich eine sehr lukrative Geldanlage sein), ist dabei zweitrangig. Es muss für Dich passen und sich gut anfühlen.

 

Das ganze geht natürlich weiter:

Wenn Du Geld auf der Seite hast, und Du es dann auch investiert hast, wie kannst Du es weiter schützen? Was kannst Du strategisch ändern? Es haben mich noch nie so viele Unternehmer und Selbständige aus meinem persönlichen Umfeld angesprochen, wie in den letzten 1-2 Jahren, wie wir unser Leben in Dubai finden, ob wir dort klar kommen, ob wir uns wohl fühlen und wie die Visa-Regularien etc sind. Und diesen Trend bekommen wir auch von Freunden aus Dubai mit, die ebenfalls wieder von deren Freunden angesprochen werden.

Es ist wirklich ein krasser Ansturm auf Dubai zu erkennen. Ich habe das Gefühl, dass jeder, der es sich irgendwie leisten kann (also nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch und aus familiären Gründen), der bricht gerade seine Zelte in Deutschland ab und kommt nach Dubai.

Denn, ganz ehrlich, ich habe bisher kein Land kennen gelernt, was so unternehmerfreundlich ist wie Dubai. Und damit meine ich nicht nur die Steuerfreiheit, sondern auch so ziemlich alles andere, was Unternehmer betrifft. Extrem geringe Bürokratie, und selbst die geringe Bürokratie, kann komplett online geregelt werden. Märkte, die nach Fachleuten schreien – vor allem nach deutschen Experten, die dort ein extrem hohes Ansehen haben.

Aber auch die Lebensqualität und die Kinderfreundlichkeit ist extremhoch – gut, nehmen wir mal die Monate Juni bis August raus, da ist es nicht so prickelnd. Aber wenn das Wetter scheiße ist, spielt sich das Leben eben drinnen ab – oder man verlässt das Land für 3 Monate 😉

 

Aber gut, ich merke schon, wie ich jetzt von Dubai ins schwärmen komme. Aber das würde jetzt ausufern und tut in dieser Episode nichts zur Sache…

Wenn Dich das Thema Auswandern nach Dubai interessiert, dann schick mir doch einfach eine Mail an Redaktion @ … mit Deinen Fragen und ich mache dazu mal eine extra Episode.

 

Also, Fazit der heutigen Episode zum Thema Nachhaltigkeit:

  1. Fische Deine Finanzen nicht leer, sondern achte immer drauf, dass diese die Möglichkeit haben, sich selbst zu vermehren.
  2. Schütze Deinen kleinen See, indem Du organisatorische Maßnahmen triffst, damit auch andere diesen nicht leerfischen können – denke evtl. darüber nach, in ein anderes Land zu gehen, wo Du als Unternehmer und als Mensch besser behandelt wirst.

Und das 3. Ist eher eine persönliche Bitte von mir:

  1. Überlege vielleicht das nächste Mal, wenn Du Fleisch oder Fisch kaufst, ob Du im Stande wärst, dieses Tier selber zu töten und auszunehmen. Vielleicht ändert das ja was an Deinem Fleischkonsum…

 

In diesem Sinne, Nachhaltigkeit muss keine dumme Ideologie sein, sondern ist absolut sinnvoll.

Gruß,

Tom

 

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So fing alles an. Hier geht´s zur allerersten Episode von TomsTalkTime.com – DER Erfolgspodcast. Und ja, der Qualitätsunterschied sollte zu hören sein. Aber hey, dass war 2012… 🙂

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